Willkommen auf unserer Seite gegen einen Windpark in  Möllenbeck, Warbende, Gramelow, Cammin,

Burg-Stargard, Blankensee

„Der Wind hat sich gedreht, gegen die Windräder.“

Wer ist eigentlich noch für die Energiewende in der jetzigen Form?

Zunächst sagt Bundeswirtschaftsminister Gabriel bei einer Veranstaltung mit der Solarlobby

in Kassel, dass „die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht“, „, dass auf allen Feldern

die Komplexität der Energiewende unterschätzt wurde“ und „Deutschland jährlich 23 Mrd. €

zur Förderung der erneuerbaren Energien ausgibt“. Auch unser Landrat Heiko Kärger kam in

einem Gespräch mit Vertretern der BI „Gegenwind um den Camminer See“ zu adäquaten

Schlussfolgerungen.

Die Aktivisten hatten den Landrat um ein Gespräch über das vom Regionalen

Planungsverband formulierte Leitbild zur Umsetzung des regionalen Energiekonzeptes

gebeten.

Nun trauten sie ihren Ohren kaum, als der Landrat jovial erläuterte, dass auch er viel

Planlosigkeit bei der Durchführung der Energiewende erkennt, dass es widersprüchlich ist,

weitere Energieerzeugungsanlagen auszubauen, obwohl wegen des unzureichenden

Leitungsnetzausbaus der Strom oft gar nicht in der produzierten Menge abtransportiert

werden kann, dass es ungerecht ist, dass zur Zeit nur wenige an dem „Grünstrom“

verdienen, aber alle die Kosten tragen usw.

Statt eines erwarteten Streitgespräches wurden 90 Minuten freundlich Standpunkte

ausgetauscht. Zu konkreten Äußerungen ließ sich der Landrat natürlich nicht hinreißen,

sondern lächelte oft verschmitzt und vielsagend; eben ein „Vollblutpolitiker“. Zum Beispiel zur

Feststellung im Leitbild, dass „neue Energielandschaften zusammen mit den Natur- und

Kulturlandschaften einen attraktiven Landschaftsraum bilden“. Es gibt auch keine

belastbaren Zahlen, wie viele nachhaltige sich selbst tragende Arbeitsplätze durch die

„Erneuerbaren“ im Kreis geschaffen wurden bzw. werden sollen. Auch wird man sich mit der

bisherigen Abstandsregelung der Windfelder zur Wohnbebauung im Planungsverband zwar

befassen, aber wenn dann durch den Wegfall von Ausweisungsgebieten die „Planvorgaben“

des Landes nicht erfüllt werden können, dann würde es schwierig werden; man kann ja

keinen „Negativplan“ aufstellen. Die bestehenden Gesetze und Verordnungen scheinen

überhaupt das größte Hindernis zur Mitnahme der Bürger zu sein.

Wenn es für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Land schon eine „Planwirtschaft“

gibt, dann können wir aus Erfahrung empfehlen, dass man Pläne auch mit „Plankorrektur“

erfüllen kann und in diesem Fall sogar der eigenen Bevölkerung nutzt.

Die vielen Bürgerinitiativen gegen den Ausbau weiterer Windfelder im Kreis und auch die

überwiegende Ablehnung durch die gewählten Gemeindevertreter haben ihn (den Landrat)

zu der Erkenntnis geführt, dass die breite Masse der Bürger einem weiteren Ausbau äußerst

kritisch gegenübersteht, und ließ ihn den für ein „geflügeltes Wort des Jahres“ reifen Satz

sagen: “Der Wind hat sich gedreht, gegen die Windräder.“

Er empfiehlt den Bürgerinitiativen, „weiter dran zu bleiben“ und sicherte einen weiteren

Meinungsaustausch zu. Das ist erst einmal vielmehr, als die „Großen“ der Politik

international vor machen.